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Führerscheingutachten

Führerscheingutachten

EU Verordnungen und EU Richtlinien

§ 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) und Anlage 6 zur FeV einschließlich der Änderungen der FeVÄndV beschreiben die vom Gesetzgeber festgelegten Mindestanforderungen an das Sehvermögen eines Führerscheinbewerbers oder -inhabers.

Mit der europäischen Harmonisierung der Führerscheinklassen wurde zum 1. Januar 2000 auch die europaweite Befristung bestehender und neuerworbener LKW-Führerscheine wirksam. Fahrer von LKW ab 3,5 Tonnen Nutzlast müssen ab dem 50. Lebensjahr den Führerschein in 5-Jahresintervallen bei den Führerscheinstellen verlängern lassen.
Für die Verlängerung ist eine Verkehrstauglichkeitsbescheinigung vom Hausarzt und ein Führerscheingutachten vom Augenarzt erforderlich.

Dieses Führerscheingutachten beinhaltet seit 01.07.2011 die Überprüfung des Gesichtsfeldes, des Farbempfindens, des Dämmerungssehens, des räumlichen Sehens und der zentralen Sehschärfe. Außerdem werden die Augen auf organische Veränderungen und verdeckte Schielstellungen untersucht.

Der Augenarzt muß sich dabei an den Vorgaben der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV/FeV ÄndV) orientieren, die von Seiten des Gesetzgebers einen Rahmen für die Eignungsbegutachtung absteckt (1.5.2000), sowie an die konkrete Anlage 06 für die Sehfunktionen:
Für die Führerscheine C, CE, C1, C1E, D DE, D1, D1E sowie die Fahrgastbeförderung (P-Schein, Taxi) benötigen Sie ein augenärztliches Gutachten (Kosten: ca. 80,00 €).

Für die Klassen A und B benötigen Sie dies nur bei eingeschränkter Sehschärfe, sonst reicht in der Regel ein augenärztliches Attest (Kosten: ca.10,00 €) aus.

Vereinbaren Sie mit uns einen Termin zur Begutachtung.

Die wichtigsten Fahrerlaubnisklassen sind:

Klasse A: Krafträder mit oder ohne Beiwagen, unterteilt in die Klassen AM, A1, A2 und A

Klasse B = PKW
Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3500 kg und mit nicht mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Fahrzeugführer, auch mit Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse, unterteilt in die Klassen B1, B, BE

Klasse C = LKW
Kraftfahrzeuge – ausgenommen jene der Klasse D – mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg, auch mit Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse, unterteilt in die Klassen C1, C, C1E und CE.

Klasse D = Busse
Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Führersitz, auch mit Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse, unterteilt in die Klassen D, D1, D1E und DE.

Klasse E = Anhänger
Kraftfahrzeuge der Klasse B, C oder D mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg

Fragen und Antworten

Mit freundlicher Genehmigung: © 2017 www.augen-hanuschik.de

Wann reicht ein einfaches augenärztliches Attest für Klasse A, B und BE aus?

Wenn die Sehschärfe auf beiden Augen jeweils mindestens 0.7 beträgt (geprüft mit Landolt-Ringen) reicht ein augenärztliches Attest oder ein Sehtest von einer amtlich anerkannten Sehteststelle (z.B. Optiker) nach DIN 58 220 (= Sehtest) zur Erlangung des Führerscheins der Klasse A, B, AM, L und T aus.

Wann braucht man ein augenärztliches Gutachten für Klasse A, B, AM, L und T?

Bei Sehschärfe eines Auges unter 0.7 (70%).

Welche Mindestanforderung der Sehfähigkeit bestehen für Klasse für A, B, AM L und T?

Klasse A, B, AM, L und T: Mindestsehschärfe 0,5 / 0,2; bei Einäugigkeit 0,6; Gesichtsfeld beidäugig wenigstens bis 120°, keine Doppelbilder; bei Einäugigkeit muss ein normales Gesichtsfeld bestehen. Das Dämmerungssehen muss seit 1.7.11 geprüft werden und über das Ergebnis muss der Bewerber aufgeklärt werden. Ggfs. kann eine Empfehlung zum Verzicht auf Nachtfahrten schriftlich eingetragen werden.

Wann und für welche Klasse braucht man immer ein augenärztliches Gutachten?

Für Klasse C, D, CE, DE und Taxi (P-Schein) wird immer ein augenärztliches oder arbeits-/ betriebsärztliches Gutachten benötigt.

Weitere Informationen über die FeV …hier klicken.

Welche Mindestanforderungen gelten für Klasse C, D und P-Schein bei B?

Voraussetzung ist:
Mindestsehschärfe 0,8/ 0,5. Wobei die Korrektur nur bis maximal +/- 8.0 Dioptrien zulässig ist. Ohne Korrektur darf die Sehschärfe auf keinem Auge 0,05 unterschreiten. Das Gesichtsfeld muss mindestens bis 70° horizontal nach rechts und links und 40° vertikal nach unten betragen. Die zentralen 30° müssen beiderseits frei sein; keine Doppelbilder und kein Schielen im Gebrauchsblickfeld (25° Aufblick, 30° Re- und Li-Blick, 40° Abblick).

Ausschluss bei Schielen ohne konstantes binokulares Einfachsehen.

Farbensehen: Rotschwäche mit einem Anomaliequotienten unter 0,5 schließt nicht mehr vom Erwerb der Klassen D, DE und der Erlaubnis zur Personenbeförderung (Taxi, P-Schein) aus. Der Bewerber muss jedoch darüber aufgeklärt werden, welche Gefahren bestehen. Es muss ferner das Dämmerungssehen und die Blendempfindlichkeit geprüft werden. Wiederum muss der Bewerber über das Ergebnis aufgeklärt werden. Es kann in einigen Fällen eine Empfehlung für den Verzicht auf Nachtfahrten schriftlich vermerkt werden.

Welche erweiterten Regeln gelten seit 2011?

In Einzelfällen kann unter Berücksichtigung von Fahrerfahrung und Fahrzeugnutzung der Visus des schlechteren Auges für die Klassen C, CE, C1, C1E unter 0,5 liegen. Ein Wert von 0,1 darf nicht unterschritten werden. Dies gilt nicht für P-Scheine (Taxi, Bus)!

Farbensehen

Farbensehen: Rotschwäche mit einem Anomaliequotienten unter 0,5 schließt nicht mehr vom Erwerb der Klassen D, DE und der Erlaubnis zur Personenbeförderung (Taxi, P-Schein) aus. Der Bewerber muss jedoch darüber aufgeklärt werden, welche Gefahren bestehen (z.B. können Rücklichter und Bremslichter bei Dunkelheit und Regen nicht leicht voneinander unterschieden werden).

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Fotos: ©DOC Rabe Media@Fotolia, Kzenon@Fotolia und dadima@Fotolia

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