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Führerscheingutachten

Führerscheingutachten

EU Verordnungen und EU Richtlinien

Mit der europäischen Harmonisierung der Führerscheinklassen wurde zum 1. Januar 2000 auch die europaweite Befristung bestehender und neuerworbener LKW-Führerscheine wirksam. Fahrer von LKW ab 3,5 Tonnen Nutzlast müssen ab dem 50. Lebensjahr den Führerschein in 5-Jahresintervallen bei den Führerscheinstellen verlängern lassen.
Für die Verlängerung ist eine Verkehrstauglichkeitsbescheinigung vom Hausarzt und ein Führerscheingutachten vom Augenarzt erforderlich. Dieses Führerscheingutachten beinhaltet die Überprüfung des Gesichtsfeldes, des Farbempfindens, des räumlichen Sehens und der zentralen Sehschärfe. Außerdem werden die Augen auf organische Veränderungen und versteckte Schielstellungen untersucht.

Der Augenarzt muß sich dabei an den Vorgaben der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV/FeV ÄndV) orientieren, die von Seiten des Gesetzgebers einen Rahmen für die Eignungsbegutachtung absteckt (1.5.2000), sowie an die konkrete Anlage 06 für die Sehfunktionen:
Für die Führerscheine C, CE, C1, C1E, D DE, D1, D1E sowie die Fahrgastbeförderung (P-Schein, Taxi) benötigen Sie ein augenärztliches Gutachten (Kosten: ca. 80,00 €). Für die Klassen A und B benötigen Sie dies nur bei eingeschränkter Sehschärfe, sonst reicht ein augenärztliches Attest (Kosten: ca.10,00 €) aus.

Vereinbaren Sie mit uns einen Termin zur Begutachtung.

Die wichtigsten Fahrerlaubnisklassen sind:

Klasse A: Krafträder mit oder ohne Beiwagen

Klasse B = PKW
Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3500 kg und mit nicht mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Führersitz, auch mit Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse.

Klasse C = LKW
Kraftfahrzeuge – ausgenommen jene der Klasse D – mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg, auch mit Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse.

Klasse D = Busse
Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Führersitz, auch mit Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse.

Klasse E = Anhänger
Kraftfahrzeuge der Klasse B, C oder D mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg

Wann reicht ein einfaches augenärztliches Attest für Klasse A, B und BE aus?

Wenn die Sehschärfe auf beiden Augen mindestens 0.7 beträgt, reicht ein augenärztliches Attest für die Erlangung des Führerschein der Klasse A, B, BE.

Wann braucht man ein augenärztliches Gutachten für Klasse A, B und BE?

Bei Sehschärfe eines Auges unter 0.7 (70%).

Welche Mindestanforderung für A, B und BE muß gegeben sein?

Klasse A, B, BE: Mindestsehschärfe 0,5 / 0,2, bei Einäugigkeit 0,6; Gesichtsfeld wenigstens bis 120°, bei Einäugigkeit normales Gesichtsfeld, keine Doppelbilder.

Wann braucht man ein augenärztliches Gutachten?

Klasse C, D, CE, DE und Taxi (P-Schein): dafür ist immer ein augenärztliches Gutachten erforderlich.
Mindestsehschärfe 0,8 / 0,5. Wobei die Korrektur nur bis maximal +/- 8.0 Dioptrien zulässig ist. Ohne Korrektur darf die Sehschärfe auf keinem Auge 0,05 unterschreiten – Gesichtsfeld mindestens bis 70° horizontal nach rechts und links und 40° vertikal nach unten. Zentrale 30° müssen beiderseits frei sein. Keine Doppelbilder und kein Schielen; Rotblindheit oder Rotschwäche mit einem Anomaliequotienten unter 0,5 unzulässig bei den Klasen D, DE und der Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung (Taxi, P-Schein).

Weitere Informationen über die FeV …hier klicken.

Leitlinie für die Prüfung des Gesichtsfeldes bei der Fahreignungsbegutachtung durch Arbeits-, Betriebsmediziner, Ärzte bei einer Begutachtungsstelle für Fahreignung, Ärzte des Gesundheitsamtes oder Ärzte der öffentlichen Verwaltung:
FeV / FeVÄndV

Die FeVÄndV fordert bei einer augenärztlichen Untersuchung für die Fahrerlaubnisklassen A, A1, B, BE, M, L und T ein normales Gesichtsfeld eines Auges oder ein gleichwertiges beid¬äugiges Gesichtsfeld mit einem horizontalen Durchmesser von mindestens 120°. Gemäß FeVÄndV muss insbesondere das zentrale Gesichtsfeld bis 30° normal sein. Ergeben sich unklare Defekte oder steht nicht zweifelsfrei fest, dass die Mindestanforderungen erfüllt werden, so hat eine manuelle Nachprüfung an einem Perimeter nach Goldmann mit der Marke III/4 zu erfolgen. Diese Forderung der FeVÄndV entspricht der Empfehlung der Verkehrskommission der DOG. Für die Fahrerlaubnisklassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E und für die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung wird folgendes verlangt: “Normales Gesichtsfeld beider Augen, wenigstens normales binokulares Gesichtsfeld mit einem horizontalen Durchmesser von mindestens 140°, insbesondere muss das zentrale Gesichtsfeld bis 30° normal sein. Ergeben sich unklare Defekte oder steht nicht zweifelsfrei fest, dass die Mindestanforderungen erfüllt werden, so hat eine Nachprüfung an einem manuellen Perimeter nach Goldmann mit der Marke III/4 zu erfolgen. Bei zulässiger Einäugigkeit (Klassen C, C1, CE, C1E und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung): normales Gesichtsfeld eines Auges.“ Diese Formulierungen entsprechen den Empfehlungen der Verkehrskommission der DOG.

 


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