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Augendruckmessung

Augendruckmessung (Tonometrie)

Bild 1: Schmerzfreie Druckmessung am Auge

Bei der Tonometrie misst der Augenarzt den sogenannten Augeninnendruck. Der normale Augeninnendruck des Erwachsenen liegt zwischen 10 und 21 mm Hg.

Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei, da die Hornhaut für die Untersuchung mit Augentropfen örtlich betäubt wird.

Wie wird der Augendruck gemessen?

Es gibt verschiedene Methoden, den Augendruck zu messen, am häufigsten wird das Applanationstonometer nach Goldmann verwendet.Der Patient sitzt an der Spaltlampe, das ist das Untersuchungsmikroskop des Augenarztes. Vor der Untersuchung verabreicht der Augenarzt schmerzlindernde Augentropfen, die die Hornhaut örtlich betäuben und gleichzeitig Fluorescein (ein oranger Farbstoff, der die Tränenflüssigkeit anfärbt und bei blauem Licht leuchtet) beeinhaltet.

Danach wird der Augendruck mit dem Applanationstonometer, das an der Spaltlampe angebracht ist, gemessen. Bei der Non-contact-Tonometrie (Bild 1) wird die Hornhaut nicht berührt, sondern durch einen kurzen, sanften Luftstoss abgeflacht. Die dadurch auftretende Verformung der Hornhaut wird durch das Gerät gemessen und so der entsprechende Augeninnendruck ermittelt. Für diese Untersuchungsmethode ist daher auch keine Betäubung nötig.

 

Welche Aussagekraft hat der Augendruck?

Wird ein erhöhter Augendruck festgestellt, so leidet man an einem Glaukom, dem grünen Star. Dabei kann das im Auge gebildete Kammerwasser nicht ausreichend über einen Kanal abfließen. Da diese Krankheit im Frühstadium keine Schmerzen verursacht, ist die Augendruckmessung wichtig für die Früherkennung des Glaukoms. Die Tonometrie wird auch für die Verlaufskontrolle der Krankheit verwendet. Der grüne Star schädigt durch den erhöhten Augeninnendruck den Sehnerv, das kann über Gesichtsfeldausfälle bis hin zur Erblindung führen. Das Glaukom ist in den Industrienationen die häufigste Erblindungsursache, obwohl man sie gut mit Medikamenten und Operationen therapieren kann.

 

Vorsorge

Die wichtigste Maßnahme jedoch ist die Vorsorge, vor allem bei familiärer Vorbelastung, denn die Anlage zum Glaukom ist erblich. Bei der Glaukomfrüherkennung misst der Augenarzt nicht nur den Augeninnendruck, sondern überprüft – und dies ist das Wichtigste! – auch den Zustand des Sehnervs sowie eventuell bereits vorliegende Ausfälle des Sehvermögens bei der Gesichtsfeldmessung. Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte man alle zwei bis drei Jahre zur Früherkennung gehen, die ca. 22.- Euro kostet und von den Krankenkassen leider nicht bezahlt wird, es handelt sich daher um eine sogenannte IGeL-Leistung.

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